Die Zeitehe (mut’a) im Islam | Sh. Muhammad ad-Dadaw

Moderator: Wie ist die Zeitehe (mutʿa, auch: Genussehe) islamisch zu beurteilen? Wenn ich sie richtig verstanden habe, meint sie per Definition jede befristete Ehe, indem der Mann zur Frau „Hiermit heirate ich dich für einen oder zehn Tage oder einen Monat“ sagt.

Scheich Muhammad al-Hassan al-Dadaw: Oder sei es ein oder 20 Jahre lang.

Moderator: Genau, jede Ehe, die befristet ist, nennt man Zeitehe (mutʿa). Frage: Wieso sagen wir nicht, dass diese Form zulässig ist?

Dadaw: Zunächst ist Allah ﷻ Derjenige, Der festlegt, was ḥalāl oder ḥarām ist und der Verkünder ist Muḥammad b. ʿAbdillāh b. ʿAbdil-Muṭṭalib ﷺ. Niemand nach ihm kann etwas über Allah ﷻ verkünden. Der Gesandte Allahs ﷺ verdeutlichte uns durch Allah das Verbot der Zeitehe, nachdem sie (für eine gewisse Zeit) erlaubt war. Sie gehört zu den Rechtsangelegenheiten, in denen eine Vielzahl von Abrogationen (naskh) vorlag. Sie war zunächst ḥarām, dann ḥalāl und dann wieder ḥarām.

Imam al-Suyūṭī[1] dichtete:

وَأَرْبَعٌ تكَرَّرَ النَّـــــسْخُ لَهَا *** جَاءَتْ بِهَا النُّصُوصُ وَالأثَـــــــــارُ
لِقِبْلَةٍ وَمُتْعَةٍ وَحُــــمُـــــــــــرٍ *** كَذَا الوُضوءْ مِمَّا تَمَسُّ النَّــــــارُ

„Vier Urteile häufig waren aufzuheben,
Offenbarung und Berichte davon reden,
Qibla, mutʿa, Fleisch der Esel
und Gekochtes zu essen und darum wuḍuʾ zu nehmen.“[2]

Mittels eines Ehevertrages beabsichtigt man Bleibe und Beständigkeit. Wir erwähnten bereits, dass die Frau die Hälfte des Mannes ausmacht. Sie bilden eine Einheit (Familie) und deshalb geht ihr Kind auf sie zurück. Deswegen heiraten sie mit der Absicht, dass die Beziehung fortbestehen soll. Wenn sie sich aber im Vorab darauf einigen, dass sie sich voneinander trennen werden, dann stellt dies keinen Ehevertrag, sondern vielmehr Spott und Spielerei dar.

Moderator: Scheich, was sie sagten, ist richtig. Wir wissen aber auch, dass wenn einige Ziele der Ehe nicht erreicht werden, dies nicht unbedingt zu ihrer Nichtigkeit führen muss., dass wenn einige Ziele der Ehe nicht erreicht werden, dies nicht unbedingt zu ihrer Nichtigkeit führen muss. Es existieren einige Anhaltspunkte, die darauf hinweisen, dass die Zeitehe legitim sein kann. Zum Beispiel sagte Er deutlich: „…Jene unter ihnen, die ihr genossen habt, sollt ihr ihren Lohn geben…“ (4:24)

Er erwähnte den Genuss sowie einen Lohn (ajr); Er erwähnte keine Brautgabe (mahr). Der Lohn könnte ja die Dauer der Heirat meinen, also einen Monat oder zwei Wochen.

Dadaw: Aus diesem Koranvers geht genau dies nicht hervor.

Moderator: Jedoch interpretierten ihn einige Tafsīr-Gelehrten, dass hier die Zeitehe gemeint ist.

Dadaw: Allerdings ist eine solche Auslegung sehr fernliegend. Der in Sure al-Nisāʾ (Nr. 4) genannte Koranvers ist einer der zuletzt offenbarten Verse. Allah verdeutlichte, dass der Frau die gesamte Brautgabe zusteht, sobald ein Genuss gegeben ist, d.h. sie (und ihr Mann) den Beischlaf vollzogen haben.[3] Hierbei ist nicht erforderlich, dass er seine Begierde gestillt hat. Verkehrte er also mit ihr, muss er die Brautgabe vollständig auszahlen. Lässt er sich von ihr scheiden, ohne dass es zu einem Beischlaf kommt, so muss er die Hälfte der Brautgabe bis zu einer bestimmten Frist entrichten, falls ein Geldbetrag festgelegt wurde.

Moderator: Mit „genossen habt“ ist demnach die Heirat gemeint?

Dadaw: All dies fällt unter „Heirat“. Allah sagte ja:

„Und (verboten sind euch) von den Frauen die verheirateten außer denjenigen, über die eure rechte Hand verfügt. (Dies gilt) als Allahs Vorschrift für euch. Erlaubt ist euch, was darüber hinausgeht, (nämlich) dass ihr mit eurem Vermögen Frauen begehrt zur Ehe (muḥṣinīna) …“ (4:24)

Mit „muḥṣinīna“ ist gemeint, dass ihr und eure Frauen wohlbehütet (also verheiratet) seid, was eine fortbestehende Bleibe umfasst.

„…und nicht für Hurerei und heimliche Liebschaften…“ (5:5)

„…und nicht zur Hurerei. Jene unter ihnen, die ihr genossen habt, sollt ihr ihren Lohn geben…“ (4:24)

Der Begriff Lohn (ajr) ist hier ein Synonym für Brautgabe (mahr).

„…Dies ist eine Vorschrift…“ (4:24) – sie ist damit eine Pflicht (des Mannes).

„…Es liegt aber keine Sünde für euch darin, dass ihr, nachdem der Pflichtteil (festgelegt) ist, darüber hinaus euch miteinander einigt…“ (4:24) – an Güte usw.

Moderator: Der Kontext ist also die Ehe bzw. ihre bekannte Definition?

Dadaw: Genau.

Moderator: Nachdem al-Ṭabarī[4] die unterschiedlichen Interpretationen dieses Koranverses aufzeigte, ob (mit „genossen habt“) hier die Zeitehe gemeint ist, sagte er:

وأولى التأويلين في ذلك بالصواب تأويل من تأوله : فما نكحتموه منهن فجامعتموه فآتوهن أجورهن ; لقيام الحجة بتحريم الله متعة النساء

„Die richtige der beiden Interpretationsmöglichkeiten ist (dass der Koranvers wie folgt auszulegen ist): ‚Jene, die ihr heiratet und mit ihnen verkehrt, sollt ihr ihren Lohn geben.‘ Denn das Urteil über das Verbot der Zeitehe ist durch klare Beweise geregelt.“[5]

Ein weiterer Beweis (der genannt wird, um die Zeitehe für erlaubt zu erklären): ʿAbdullāh b. Masʿūd sagte:

كُنَّا نَغْزُو مَعَ رَسُولِ اللَّهِ ﷺ لَيْسَ لَنَا شَىْءٌ (نِسَاءٌ) فَقُلْنَا أَلاَ نَسْتَخْصِي فَنَهَانَا عَنْ ذَلِكَ ثُمَّ رَخَّصَ لَنَا أَنْ نَنْكِحَ الْمَرْأَةَ بِالثَّوْبِ (إِلَى أَجَلٍ) ثُمَّ قَرَأَ عَبْدُ اللَّهِ ‏{‏ يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لاَ تُحَرِّمُوا طَيِّبَاتِ مَا أَحَلَّ اللَّهُ لَكُمْ (وَلاَ تَعْتَدُوا إِنَّ اللَّهَ لاَ يُحِبُّ الْمُعْتَدِينَ‏)}‏‏

„Wir würden an einigen Schlachten mit dem Gesandten Allahs ﷺ teilnehmen, während wir nichts (keine Frauen) bei uns hatten. Da fragten wir: ‚Sollten wir uns nicht (eher) kastrieren lassen?‘ Er verbot uns dies, sodann erlaubte er uns als Erleichterung, Frauen mittels eines Kleidungsstücks (als Brautgabe für eine bestimmte Frist) zu heiraten.“ Dann rezitierte ʿAbdullāh: „O die ihr glaubt, verbietet nicht die guten Dinge, die Allah euch erlaubt hat (und übertretet nicht! Allah liebt nicht die Übertreter).“ (5:87)[6]

Jābir sagte:

كُنَّا نَتَمَتَّعُ عَلَى عَهْدِ رَسُولِ اللهِ ﷺ، وَأَبِي بَكْرٍ، وَعُمَرَ، حَتَّى نَهَانَا عُمَرُ (أَخِيرًا)

„Wir würden Zeitehen zu Lebzeiten des Gesandten Allahs ﷺ sowie Abū Bakr eingehen, bis es uns ʿUmar (endgültig) verbot.“[7]

Die Kernaussage Jābirs lautet: Die Zeitehe zu Lebzeiten des Propheten und Abū Bakr war legitim und ʿUmar verbot sie, sodass ʿAlī und Ibn ʿAbbās sagten:

ولولا نهي عمر (بن الخطاب) عنها ما زنى إلا شقي

„Hätte sie ʿUmar (b. al-Khaṭṭāb) nicht verboten, hätte keiner Unzucht (zinā) begangen außer ein Irregegangener.“[8]

Etwas, was der Gesandte erlaubte, soll nun zur Zeit von ʿUmar verboten sein?

Dadaw: Das Urteil über die Zeitehe wurde zu Lebzeiten des Propheten mehrfach abrogiert (aufgehoben). Der Gesandte Allahs ﷺ verbot sie im ersten Jahr nach der Hidschra. Sie war in der vorislamischen Zeit (jāhilīya) weit verbreitet. Später, bei einigen langandauernden Schlachten, als die Männer lange von ihren Ehefrauen getrennt waren, hatte er ihnen die Zeitehe erlaubt. Es war eine vorübergehende Erlaubnis. Schließlich verbot er sie und dieses Verbot blieb bestehen. Dass das Verbot Jābir nicht erreichte, bedeutet nicht, dass die Meinung der anderen, die es bezeugen, unberücksichtigt bleibt.

من حفظ حجة على من لم يحفظ

„Wer eine Überlieferung übermittelt, ist ein Beweis gegen denjenigen, der sie nicht übermittelt.“[9]

Andere Prophetengefährten (Ṣaḥāba), darunter ʿUmar b. al-Khaṭṭāb , waren anwesend, als der Gesandte Allahs ﷺ die Zeitehe für ḥarām erklärte.

Moderator: Verzeiht Scheich, aber Ibn Ḥazm[10] sagte, dass die Erlaubnis (der Zeitehe) nach dem Gesandten Allahs ﷺ authentisch (von einer Gruppe der Altvorderen ) überliefert wurde, nämlich von (den Ṣaḥāba ) Ibn Masʿūd, Muʿāwiya, Abū Saʿīd (al-Khudrī), Ibn ʿAbbās, Salama, Maʿbad, Jābir und ʿAmr b. Ḥuraiṯ und den Tābiʿīn Ṭāwūs, Saʿīd (b. Jubair), ʿAṭāʾ und den Rechtsgelehrten Mekkas allesamt.[11] Sie alle hat das Verbot nicht erreicht? Das fällt einem schwer zu glauben, schließlich sind es große Ṣaḥāba.

Dadaw: Ja, aber diejenigen, die das Verbot überliefern, wie ʿAlī sowie ʿUmar und andere, haben einen höheren Rang.

Moderator: Man könnte diesen Umstand so auslegen, dass sie das Verbot anders interpretierten.

Dadaw: Der Prophet ﷺ ist nicht verpflichtet, allen Menschen ein Verbot mitzuteilen. Würde er nur einem Gefährten das Verbot übermitteln, würde dies (für dessen Rechtskraft) genügen. Er berichtete einigen Gefährten vom Verbot und sie sind nun in der Pflicht, es weiterzugeben. Im gesamten Osten und Westen hat heute jeden das Verbot der Zeitehe durch die Überlieferer erreicht, die es vom Gesandten Allahs ﷺ überlieferten. Es stimmt auch, wie bereits erwähnt, mit den Zielen der Scharia überein.[12] Es ist nicht möglich, eine Ehe zeitlich zu befristen oder nur einen Genuss zu bezwecken, als sei man ein Tier.

Moderator: Als ʿUmar „Es gibt zwei Arten von mutʿa (Frauen und Hadsch[13]), die zu Lebzeiten des Gesandten Allahs ﷺ vorherrschend waren, die ich verbieten und bestrafen werde“[14] sagte, bedeutet dies doch, dass es eine eigenständige Urteilsfindung (Idschtihad) von ihm war.

Dadaw: Dies war kein Idschtihad seitens ʿUmar. Vielmehr waren beide Arten zu Lebzeiten des Propheten bereits vorherrschend, sodann wurden sie verboten. Der Teil „die ich verbieten werde“ bedeutet, dass er (ʿUmar) dafür sorgt, dass sie verboten bleiben und es Strafen geben wird.

Moderator: Zusammengefasst könnte man ableiten, dass ʿUmar das Verbot anders verstanden hat…

Dadaw: Wäre ʿUmar der Einzige, der ein Verbot überliefert hätte, könnte man dies so verstehen. Schließlich ist an seiner Überlieferung nichts zu beanstanden. Allerdings wurde das Verbot der Zeitehe von einer Vielzahl an Ṣaḥāba überliefert.

Moderator: Ausdrücklich?

Dadaw: Ja.

Moderator: Von ʿUrwa b. al-Zubair wird überliefert, dass er sagte:

عَنْ عَبْدَ اللَّهِ بْنَ الزُّبَيْرِ، قَامَ بِمَكَّةَ فَقَالَ إِنَّ نَاسًا – أَعْمَى اللَّهُ قُلُوبَهُمْ كَمَا أَعْمَى أَبْصَارَهُمْ – يُفْتُونَ بِالْمُتْعَةِ – يُعَرِّضُ بِرَجُلٍ (وهوَ عبدُ اللهِ بنُ عبَّاسٍ  كانَ قدْ فقَدَ بصَرَهُ آخِرَ عُمرِهِ) فَنَادَاهُ فَقَالَ إِنَّكَ لَجِلْفٌ جَافٍ فَلَعَمْرِي لَقَدْ كَانَتِ الْمُتْعَةُ تُفْعَلُ عَلَى عَهْدِ إِمَامِ الْمُتَّقِينَ – يُرِيدُ رَسُولَ اللَّه ﷺ – فَقَالَ لَهُ ابْنُ الزُّبَيْرِ فَجَرِّبْ بِنَفْسِكَ فَوَاللَّهِ لَئِنْ فَعَلْتَهَا لأَرْجُمَنَّكَ بِأَحْجَارِكَ (أي: إنَّ المُتعةَ مُحرَّمةٌ)

„ʿAbdullāh b. al-Zubair erhob sich in Mekka und sagte: ‚Es gibt Leute – Allah führte ihre Herzen von der Wahrheit ab, so wie er sie erblinden ließ –, die die Zeitehe als Fatwa geben.‘ Er meinte damit einen Mann (nämlich ʿAbdullāh b. ʿAbbās , der am Ende seines Lebens sein Augenlicht verlor.). So rief dieser ihn und sagte: ‚Du ungehobelter Mensch von geringem Verstand! Bei meinem Leben, die Zeitehe wurde zur Zeit des rechtschaffenen Imams – gemeint ist der Gesandte Allahs ﷺ – praktiziert.‘ Da erwiderte Ibn al-Zubair: ‚Dann traue dich doch und praktiziere es selbst und bei Allah, ich werde dich mit deinen eigenen Steinen hinrichten lassen (da sie ḥarām ist).‘“[15]

Erneut geben die Texte einen zu denken (dass die Angelegenheit ein legitimer Idschtihad ist).

Dadaw: Ibn al-Zubair und ʿĀʾischa überlieferten vom Gesandten Allahs ﷺ das Verbot und er (Ibn al-Zubair) überlieferte es auch von ihr.

Moderator: Heißt dies, dass Ibn al-Zubair also Ibn ʿAbbās der Lüge bezichtigt?

Dadaw: Nein, sondern dass letzterer es als weiträumige Angelegenheit ansieht, weil der Prophet ﷺ die Zeitehe für eine gewisse Zeit verbot und dann wieder für erlaubt erklärte. So sieht er (Ibn ʿAbbās) es als Fall des Idschtihad an.

Moderator: Das ist ja das, was wir hier verstehen wollen: Ist das endgültige Verbot bei ihnen nicht angekommen? Oder kam die Überlieferung des Verbots bei ihnen an, aber sie haben sie jedoch anders verstanden?

Dadaw: All diese (Auslegungen) sind (theoretisch) möglich. So könnten sie die Zeitehe dahingehend verstehen, dass sie stets einzelfallabhängig ist. In Medina war sie schließlich verboten, in einigen Schlachten wurde sie erlaubt erklärt und dann wieder verboten.

Moderator: Handelt es sich hierbei um eine berechtigte Meinung?

Dadaw: Es ist eine Meinung, die den jeweiligen Vertretern zugeschrieben wird, aber es handelt sich nicht um die gültige, islamische Bestimmung (ḥukm). Jene ist nämlich dasjenige, was als Letztes vom Gesandten Allahs ﷺ festgelegt wurde. Ibn ʿAbbās sagte:

وكانوا يأخذون بالأحدث فالأحدث من أمر رسول الله ﷺ

„Sie (die Leute) würden stets nach dem Neuesten handeln, also was der Gesandte Allahs ﷺ als Letztes befahl.“[16]

Moderator: Was Sie soeben sagten, wird von al-Baġawī[17] bestätigt:

وروي عن ابن عباس شيء من الرخصة للمضطر إليه بطول العزبة، ثم رجع عنه حيث بلغه النهي

„Von Ibn ʿAbbās wird überliefert, dass sie (die Zeitehe) als Erleichterung (rukhṣa) in dringenden Fällen erlaubt ist, solange man ledig ist. Sodann änderte er seine Meinung, als ihn das Verbot erreichte.“[18]

Dadaw: Es ist über ihn überliefert worden, dass er seine Meinung änderte, da ihn die verbalen Beleidigungen der Leute aufgrund seiner Fatwa verletzten, nämlich in dem Ausmaß, dass einige Poeten (spöttisch) dichteten:

يا صاح هل لك في فتوى ابن عباس

„O du, der nüchtern ist, hast du eine Fatwa von Ibn ʿAbbās bekommen?“[19]

Diese Verleumdungen führten dazu, dass er seinen Standpunkt aufgab.

Moderator: Einige sehen auch die Hadithe über das Verbot der Zeitehe deshalb kritisch, weil ihre Erlaubnis in den Schlachten von Khaibar und Autas überliefert wurde und Sabra al-Juhanī der Hauptüberlieferer (madār) ist, dem 14 Überlieferungen vorausgehen.

Dadaw: Der Begriff des „madār“ wird nicht für einen Prophetengefährten (Ṣaḥābī) verwendet. Schließlich erfüllen sie alle das Kriterium, sind redlich[20] (ʿadl) und überliefern stets die Wahrheit vom Gesandten Allahs ﷺ. Sie kennen das Lügen nicht. Ein Hadith, der madār ist, bedeutet, dass der Überlieferer mitten der Überlieferungskette (isnād) ist und sich bei ihm verschiedene Überlieferungswege treffen.

Moderator: So wie dies z.B. beim von Yaḥyā b. Saʿīd überlieferten Hadith „Die Taten sind nur entsprechend den Absichten“ der Fall ist.

Dadaw: Genau.

Moderator: In Ordnung, Scheich. Werfen wir nun einen Blick auf die Beweise und Argumente derjenigen, die die Zeitehe als ḥarām sehen. Zunächst nannten sie die Aussage Allahs G „Und denjenigen, die ihre Scham bewahren, außer gegenüber ihren Gattinnen oder was sie von Rechts wegen verfügen…“ (23:5–6)

Dadaw: Ja, weil die Ehe erfordert, dass sie beständig bleibt. Dies beschreibt eine Ehe. Etwas anderes, was so beschrieben werden will, wird nicht die Bezeichnung „Ehe“ erhalten. Wenn sie als Ehefrau mit einem fremden Mann ist – so wie die Rafiditen meinen…

Moderator: …und sich mit ihm vergnügt.

Dadaw. Genau, oder sie ist unverheiratet und verkehrt mit einem Mann, der sie für einen Tag besucht, ohne dass danach eine Beziehung anhält. Dies führt zu unklaren Abstammungsverhältnissen. Man weiß (zunächst) nicht, wer von wem abstammt, was Anspruchsverluste zur Folge hat. Mit „Bewahrung (ʿiffa)“ ist in diesem Koranvers nicht lebenslange Enthaltsamkeit gemeint, sondern dass man seine Intimbereiche behütet, „außer gegenüber ihren Gattinnen oder was sie von Rechts wegen verfügen, dann sind sie nicht zu tadeln. Diejenigen aber, die darüber hinaus etwas begehren…(23:5–7)“ – alles, was darüber hinaus begehrt wird, ist ḥarām.

Moderator: Sie (die Vertreter der Verbotsmeinung) argumentieren damit, dass diejenige, mit der man eine Zeitehe eingeht, weder von Rechts wegen verfügt wird noch eine Ehefrau ist. Somit fällt dies unter dem Wortlaut „was darüber hinaus begehrt wird“. Allerdings könnte man dem entgegenhalten, dass der Akt eine Form des Bundes und damit eine Ehe ist.

Dadaw: Wäre dies tatsächlich eine Ehe, dann würde sie noch fortbestehen.

Moderator: Sabra b. al-Juhanī war in Begleitung des Gesandten Allahs ﷺ, der sagte:

يَا أَيُّهَا النَّاسُ إِنِّي قَدْ كُنْتُ أَذِنْتُ لَكُمْ فِي الاِسْتِمْتَاعِ مِنَ النِّسَاءِ وَإِنَّ اللَّهَ قَدْ حَرَّمَ ذَلِكَ إِلَى يَوْمِ الْقِيَامَةِ فَمَنْ كَانَ عِنْدَهُ مِنْهُنَّ شَىْءٌ فَلْيُخَلِّ سَبِيلَهُ وَلاَ تَأْخُذُوا مِمَّا آتَيْتُمُوهُنَّ شَيْئًا

„O ihr Leute, ich hatte euch erlaubt, Zeitehen mit Frauen einzugehen, aber nun hat es Allah bis zum Tag der Auferstehung für ḥarām erklärt. Derjenige, der mit Frauen (aufgrund einer solchen Ehe) ist, möge sich von ihnen (nun) trennen und das, was er ihnen (an Brautgabe) gegeben hat, nicht zurückverlangen.“[21]

Dadaw: Der Hadith ist klar und authentisch.

Moderator: Er ist in „Sahih Muslim“ zu finden.

Dadaw: Ja, hier verdeutlichte der Prophet ﷺ, dass das Verbot endgültig ist, es existiert somit danach keine Abrogation (naskh). Der Kontext war eine Predigt vor den Leuten (in Mekka).

Moderator: Das ist ja das Merkwürdige daran. Es war eine (öffentliche) Predigt und nur wenige Ṣaḥāba überliefern sie, während andere, höherrangige Ṣaḥāba davon nicht wussten.

Dadaw: Das passierte häufig. So war der Hadith „Die Taten sind nur entsprechend den Absichten“ ebenfalls in einer Predigt und nur ʿUmar überlieferte ihn.

Moderator: Er (der Überlieferer) hörte, wie ʿAlī b. Abī Ṭālib zu Ibn ʿAbbās sagte:

نَهَى رَسُولُ اللَّهِ ﷺ عَنْ مُتْعَةِ النِّسَاءِ يَوْمَ خَيْبَرَ وَعَنْ أَكْلِ لُحُومِ الْحُمُرِ الإِنْسِيَّةِ

„Der Gesandte Allahs ﷺ verbot am Tag (der Schlacht) von Khaibar, Zeitehen mit Frauen einzugehen sowie den Verzehr von Esel, die Haustiere sind.“[22]

Einige Befürworter der Zeitehe sagen, dass er ﷺ es nur vorübergehend verbot aufgrund der Führung (imāma), weil die Frauen von Khaibar Jüdinnen waren und die Zeitehe nicht praktizierten. Daher respektierte der Prophet ﷺ ihre Überzeugungen und verbot die Zeitehe zu jenem Zeitpunkt als organisatorische Maßnahme, es war kein absolutes Verbot. Das Argument lautet, dass in einigen Hadithen er ebenfalls in Khaibar (den Verzehr von) Knoblauch verbot.[23] Da dieses Verbot nicht endgültig war,[24] könne dies auch für das Verbot der Zeitehe gelten.

Dadaw: Dies vermag nicht zu überzeugen, da der Gesandte Allahs ﷺ in Khaibar ihnen die Zeitehe grundsätzlich erlaubte, als die Belagerung sich in die Länge zog. Nicht alle Bewohner Khaibars waren Juden, sondern nur diejenigen, die in den Festungen lebten, waren auch jene, die angegriffen wurden. Andere Stämme wie Banū Ḍamra, Banū Mudlij usw. waren arabischstämmig, und lebten in der Nähe von Khaibar. Dort wurde diese Art der Ehe, also jene Zeitehe, praktiziert, die er (ﷺ) auch erlaubte aufgrund langer Abwesenheit und Belagerung und dann wieder für ḥarām erklärte. Das Verbot selbst muss nicht unbedingt mit den Juden zusammenhängen, denn es könnte bereits vor der Befreiung (Khaibars) erlassen worden sein. Beispielsweise war der Verzehr von Esel, die Haustiere sind, in Medina verboten und als sie (der Prophet und seine Gefährten) verreisten, erlaubte er es ihnen wieder. Als er dann in Khaibar kochende Tontöpfe (mit Eselsfleisch darin) sah und nach deren Inhalt fragte, befahl er ihnen, sie umzukippen.[25]

Moderator: Ich habe gerade auch gemerkt, dass der zuvor erwähnte Hadith von ʿAlī b. Abī Ṭālib und nicht von Sabra überliefert wurde. Auch überlieferte Iyās b. Salama von seinem Vater, dass dieser sagte:

رَخَّصَ رَسُولُ اللَّهِ ﷺ عَامَ أَوْطَاسٍ فِي الْمُتْعَةِ ثَلاَثًا ثُمَّ نَهَى عَنْهَا

„Der Gesandte Allahs ﷺ erlaubte im Jahr (der Befreiung) von Autas die Zeitehe drei Tage lang und verbot sie dann.“[26]

Wir haben folglich bereits drei Ṣaḥāba und nicht wie behauptet wurde, dass es nur einen Hauptüberlieferer (madār) gibt.

Dadaw: Genau.

Moderator: Sabra al-Juhanī überlieferte (von seinem Vater), dass der Gesandte Allahs ﷺ die Zeitehe verbot und dann sagte:

أَلاَ إِنَّهَا حَرَامٌ مِنْ يَوْمِكُمْ هَذَا إِلَى يَوْمِ الْقِيَامَةِ وَمَنْ كَانَ أَعْطَى شَيْئًا فَلاَ يَأْخُذْهُ

„Am heutigen Tag ist sie bis zum Tag der Auferstehung verboten. Wer also etwas (als Brautgabe) geleistet hat, soll es nicht zurückverlangen.“[27]

Dadaw: Dieser Hadith ist auch in „Sahih Muslim“ und gleicht dem vorletzt genannten. Jedoch weist er einen anderen Wortlaut auf.

Moderator: In Ordnung. Was sind denn nun die Gründe für diese Diskussion über die Zeitehe? Es sind drei Streitpunkte:

1. Einige große Ṣaḥāba sowie Tābiʿīn überliefern die Erlaubnis.

2. Es gab mehrere Abrogationen, was zu Verwirrung führte.

3. Die Schiiten halten bis heute noch an die Zeitehe fest, sodass sie aus den Quellen der Sunniten sich einiger Texte bedienen, aus denen eine Erlaubnis verstanden werden kann.

Wie können wir diese Angelegenheit zusammengefasst so verstehen, dass alle erwähnten Beweistexte in Einklang gebracht werden?

Dadaw: Die Ehe im Islam bezweckt Bleibe, Beständigkeit und Keuschheit. Es darf nicht zu unklaren Abstammungsverhältnissen kommen. Darauf weisen die von uns bereits erwähnten Koranverse hin. Ein weiterer Zweck ist, dass der Mann sich selbst und seine Ehefrau schützt. Aus diesem Grund ist der Wortlaut „muḥṣan“ im Koran unter den Rezitatoren unterschiedlich außer an einer Stelle.

Moderator: Und die wäre?

Dadaw: „(Verboten sind euch) Die unter Schutz gestellten (verheirateten) Frauen (muḥṣanātu)…“ (4:24) ist ein Partizip Perfekt Passiv bei allen Rezitatoren. Ansonsten heißt es „muḥṣinīna“, „muḥṣanīna“, „muḥṣanāti“, „muḥṣināti“ usw. All diese Ausdrücke basieren auf den verschiedenen Lesarten des Korans. Die Wohlbehütetheit vor dem, was Allah für ḥarām erklärte, ist daher ein Ziel. Das Erbgut zu wahren sowie die eigene Gesundheit sind ebenfalls Ziele. Die Zeitehe ist eine Ursache für die Verbreitung von HIV bzw. Aids.

Moderator: 1. Gesichtspunkt: Die Zeitehe widerspricht den Zielen der Ehe.

Dadaw: 2. Sie führt zu unklaren Abstammungsverhältnissen.

3. Es werden Geschlechtskrankheiten übertragen.

4. Der Gesandte Allahs ﷺ verhängte ausdrücklich ein Verbot bis zum Tag der Auferstehung.

Der Umstand, dass einigen Ṣaḥāba das Verbot nicht erreichte, ist auch in anderen Fällen vorgekommen, z.B. beim Verbot von al-Mukhābara[28].[29]

Moderator: Ebenso beim Verbot, Berauschendes (khamr) zu trinken.

Dadaw: Genau. So auch das Verbot von „ribā al-nasīʾa[30]. Hier hatte Ibn ʿAbbās ein eigenes Verständnis.[31] Ihn erreichte nicht, was der Gesandte Allahs ﷺ in dieser Angelegenheit meinte. So etwas ist einigen Ṣaḥāba widerfahren. Selbst wenn wenige ein Verbot überliefern, bedeutet dies nicht, dass es als Meinung ungültig ist. Die Mehrheit der Gelehrten bedient sich (z.B.) des von Busra bt. Ṣafwān überlieferten Hadith (dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte)

مَنْ مَسَّ ذَكَرَهُ فَلْيَتَوَضَّأْ

„Wer sein Geschlechtsteil berührt, soll eine Gebetswaschung vornehmen.“[32]

Obwohl dies eine Frau überliefert und es sich um eine Bestimmung (ḥukm) handelt, die Männer betrifft. Auch wenn einige Tābiʿīn daran festhielten, bedeutet dies nicht, dass keine Abrogation (naskh) eingreift. Die Sache verhält sich wie bei der Abrogation einiger Lesarten des Korans, etwa die Lesarten von Ibn Masʿūd oder Ubaiy b. Kaʿb, die nicht mutawātir[33] sind und noch von einigen Tābiʿīn rezitiert wurden. Als ʿUṯmān alle Muṣḥaf-Exemplare vereinen wollte, sagte Ibn Masʿūd zu seinen Gefährten: „Unterschlagt eure Exemplare!“[34] Daraufhin hielten sie sie dem Kalifen zurück. Deshalb verblieb diese Lesart bei ihnen. Heute darf niemand diese rezitieren, obwohl Ibn Masʿūd, der Gefährte des Gesandten Allahs ﷺ dies tat, den er zu den Paradiesbewohnern zählte und über ihn sagte:

مَنْ سَرَّهُ أَنْ يَقْرَأَ الْقُرْآنَ غَضْمًا (أو: رَطْبًا) كَمَا أُنْزِلَ فَلْيَقْرَأْهُ عَلَى قِرَاءَةِ ابْنِ أُمِّ عَبْدٍ

„Wer begehrt, den Koran so zu rezitieren, wie er offenbart wurde, möge so rezitieren wie Umm ʿAbds Sohn (Ibn Masʿūd) es tut.“[35]

Einige, wichtige Gefährte Ibn Masʿūds, wie z.B. Zirr b. Ḥubaisch, Ṭāriq b. Schihāb und ʿUbaida al-Salmānī, rezitierten seine Lesart, obwohl sie abrogiert war. Allerdings wussten sie dies nicht. Dies ereignete sich sehr spät, da Ibn Masʿūd erst zur Regierungszeit von ʿUṯmān verstarb.

Moderator: Einige Gefährten wussten also nicht davon, astaġfirullāh.

Dadaw: Mehrfach auftretende Abrogationen sind z.B. die Qibla, der Verzehr von Esel, die Haustiere sind usw. Maßgeblich ist daher, was der Prophet ﷺ als letzte Entscheidung getroffen hat. Dass die Schiiten die Zeitehe noch praktizieren, basiert auf ihren Neigungen. Die Schiiten – gemeint sind die Rafiditen – sind Leute, die ihren Neigungen folgen. Darin sind sich die Sunniten einig. Wer ihren Neigungen daher folgt, fällt unter den Worten Allahs :

„…aber, die den Begierden folgen, wollen, dass ihr (vom rechten Weg) völlig abweicht.“ (4:27)

Moderator: Können wir nicht sagen, dass das, was die Ṣaḥāba, Tābiʿīn und andere überlieferten, als Angelegenheit unter „Keine Kritik in Meinungsverschiedenheiten“[36] fällt?

Dadaw: Nein, wir erwähnten bereits warum. Wer nun mit der Lesart Ibn Masʿūds ein Gebet verrichtet, ist dieses dann gültig?

Moderator: Es ist ungültig.

Dadaw: So ist es.

Moderator: Lassen Sie uns mit den Worten von al-Nawawī[37] abschließen, er sagte:

قال القاضي واتفق العلماء على أن هذه المتعة كانت نكاحا إلى أجل لا ميراث فيها وفراقها يحصل بانقضاء الأجل من غير طلاق ووقع الإجماع بعد ذلك على تحريمها من جميع العلماء إلا الروافض وكان بن عباس يقول بإباحتها وروي عنه أنه رجع عنه

„Al-Qāḍī[38] (b. ʿIyāḍ) sagte: ‚Die Gelehrten sind sich einig, dass mutʿa eine befristete Ehe ohne Erbrecht ist, die durch Zeitablauf beendet wird, also ohne Scheidung (ṭalāq). Zudem herrscht ein Konsens aller Gelehrten, dass sie (die Zeitehe) ḥarām ist außer bei den Rafiditen. Ibn ʿAbbās würde sie erlauben und von ihm wurde auch überliefert, dass er seine Meinung änderte.‘“[39]

[1] Ägyptischer Großgelehrte (849–911 H.), Theologe, Philologe, Historiker und Fakih der schafiitischen Rechtsschule. Er verfasste mehr als 500 Werke.

[2] Al-Suyūṭī, Qūt al-muġtaḏī ʿalā ǧāmiʿ at-tirmiḏī, Band 1, Seite 168, Edition: Jāmiʿat Umm al-Qurā.

[3] Ein Geschlechtsakt liegt bereits vor, wenn das Glied des Mannes in die Scheide der Frau so weit eindringt, dass man ihn nicht mehr sieht.

[4] Persischer Gelehrter (224–310 H.), Tafsīr-Gelehrter, Historiker und Begründer einer eigenen Rechtsschule.

[5] Al-Ṭabarī, Ǧāmiʿ al-bayān ʿan taʾwīl āi al-qurʾān, Band 6, Seite 588, Edition: Hajr.

[6] Sahih al-Buchārī, Kapitel 67, Hadithnr. 5075; Sahih Muslim, Kapitel 16, Hadithnr. 1404.

[7] Musnad Imam Aḥmad, Hadithnr. 14268; siehe u.a. auch al-Ṭaḥāwī, Šarḥ maʿānī al-āṯār, Band 3, Seite 26 f., Hadithnr. 4321, Edition: Dār ʿĀlam al-Kutub.

[8] Al-Ṭabarī, Ǧāmiʿ al-bayān ʿan taʾwīl āi al-qurʾān, Band 6, Seite 588, Edition: Hajr; al-Ṭaḥāwī, aaO, Seite 26, Hadithnr. 4318.

[9] Bekannte Regel in der Hadithwissenschaft.

[10] Politiker (384–456 H.) und Großgelehrter der zahiritischen Rechtsschule aus Córdoba.

[11] Al-Andalusī, Al-Muḥallā bi-l-āṯār, Band 9, Seite 129, Edition: Dār al-Fikr.

[12] Siehe das Video „Sh. Muhammad ad-Dadaw – Die 6 Ziele einer Ehe“.

[13] Dies meint, dass man im Weihezustand (iḥrām) zur Hadsch-Zeit zunächst ʿUmra und dann Hadsch mit jeweiliger Absicht kombiniert. Dieses Verbot wurde allerdings durch den Propheten ﷺ aufgehoben.

[14] In leicht unterschiedlichen Wortlauten u.a.: Al-Khorasānī, Sunan Saʿīd b. Manṣūr, Band 1, Seite 219, Hadithnr. 852 f., Edition: Dār al-Kutub al-ʿIlmīya; al-Ḥamawī, Ḫazānat al-adab wa-ġāyat al-arab, Band 1, Seite 437, Fußnote 5, Edition: Dār wa-Maktabat al-Hilāl, Dār al-Biḥār.

[15] Sahih Muslim, Kapitel 16, Hadithnr. 1406.

[16] Muwaṭṭaʾ Imam Mālik, Hadithnr. 655.

[17] Hadith-Gelehrte (434/436–516 H.), Tafsīr-Gelehrte und Fakih der schafiitischen Rechtsschule aus Chorasan.

[18] Al-Baġawī, Šarḥ as-sunna, Band 9, Seite 100, Edition: Al-Maktab al-Islāmī.

[19] Al-Dīnawarī, ʿUyūn al-aḫbār, Band 4, Seite 93, Edition: Dār al-Kutub al-ʿIlmīya; al-Fāhikī, Aḫbār makka, Band 3, Seite 19, Edition: Maktabat al-Asadīya.

[20] Eine redliche Person ist u.a. eine vertrauenswürdige Person, die die großen Sünden unterlässt und den kleinen Sünden meistens aus dem Weg geht.

[21] Sahih Muslim, Kapitel 16, Hadithnr. 1406; Sunan Ibn Mājah, Kapitel 9, Hadithnr. 1962.

[22] Sahih Muslim, Kapitel 16, Hadithnr. 1407; siehe auch Sahih al-Buchārī, Kapitel 64, Hadithnr. 4216 f.; Sunan Ibn Mājah, Kapitel 9, Hadithnr. 1961.

[23] Sahih al-Buchārī, Kapitel 10, Hadithnr. 853, Kapitel 64, Hadithnr. 4215; Sahih Muslim, Kapitel 5, Hadithnr. 561.

[24] Siehe Sahih Muslim, Kapitel 5, Hadithnr. 565.

[25] Sahih al-Buchārī, Kapitel 57, Hadithnr. 3155; Sahih Muslim, Kapitel 34, Hadithnr. 1937; Sunan Ibn Mājah, Kapitel 27, Hadithnr. 3192; siehe auch Sahih al-Buchārī, Kapitel 64, Hadithnr. 4196 ff., 4220 ff., Kapitel 78, Hadithnr. 6148; Sahih Muslim, Kapitel 34, Hadithnr. 1802.

[26] Sahih Muslim, Kapitel 16, Hadithnr. 1405.

[27] Sahih Muslim, Kapitel 16, Hadithnr. 1406.

[28] Gemeint ist die Verpachtung eines Bodens gegen einen Anteil an dessen Ernte.

[29] Sahih Muslim, Kapitel 21, Hadithnr. 1536; Sunan Abī Dāwūd, Kapitel 23, Hadithnr. 3404 ff.; Jāmiʿ al-Tirmiḏī, Kapitel 14, Hadithnr. 1290, 1313; Sunan al-Nasāʾī, Kapitel 35, Hadithnr. 3880, 3883, Kapitel 44, Hadithnr. 4633 f.

[30] Sprachlich: „Aufschub“; eine Form, bei der das Tauschgeschäft in Verbindung mit einer Stundung abgeschlossen wird.  Jedoch ist diese Form im Rahmen eines Terminkaufs (Preis vor Lieferung der Ware) erlaubt.

[31] Ibn ʿAbbās war der Auffassung, dass ribā nur in der Konstellation nāsīʾa bestehen kann (Sahih al-Buchārī, Kapitel 34, Hadithnr. 2178 f.; Sahih Muslim, Kapitel 22, Hadithnr. 1596). Allerdings existiert noch ribā al-faḍl (sprachlich: „Überschuss“). Hier werden Waren der gleichen Gattung in unterschiedlicher Menge getauscht.

[32] Sunan Abī Dāwūd, Kapitel 1, Hadithnr. 181; Sunan Ibn Mājah, Kapitel 1, Hadithnr. 479; Sunan al-Nasāʾī, Kapitel 1, Hadithnr. 163.

[33] Ununterbrochen so vielfach überliefert, dass die Einigung der Überlieferer auf eine Lüge, Absprache oder ein Zufall unmöglich ist.

[34] Vgl. al-Sijistānī, Kitāb al-maṣāḥif, Seite 75, Edition: Al-Fārūq al-Ḥadīṯa; siehe auch Sahih Muslim, Kapitel 44, Hadithnr. 2462.

[35] Musnad Imam Aḥmad, Hadithnr. 35 f., 175, 265; siehe auch Sunan Ibn Mājah, Einführung, Hadithnr. 138.

[36] Siehe das Video „Sh. ad-Dadaw & al-Majid – Keine Kritik in Meinungsverschiedenheiten“.

[37] Syrischer Hadith-Gelehrter (631–676 H.), Biograf und Fakih der schafiitischen Rechtsschule.

[38] Andalusischer Großgelehrte (476–544 H.), Richter und Fakih der malikitischen Rechtsschule.

[39] Al-Nawawī, Al-Minhāǧ fī šarḥ ṣaḥīḥ muslim b. al-ḥaǧǧāǧ, Band 9, Seite 181, Edition: Al-Maṭbaʿa al-Miṣrīya bi-l-Azhar.

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